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Alentours

 

Alentours sind Bordüren von Wandteppichen, die reiche Damaste imitieren; sie zeigen illusionistische Blumengirlanden, Bänder, Vögel etc. Im Gegensatz zu früheren Bordüren, die lediglich Bilderrahmen nachahmten, nehmen die Alentours den größeren Teil des Bildteppichs ein. Sie bilden den Fond für eine meist von einem anderen Künstler entworfene figürliche Szene, die nun wie ein kleineres, in der Mitte hängendes gerahmtes Bild erscheint.

In der 1714 von Coypel entworfenen und in der Gobelins Wandteppichmanufaktur hergestellten Don Quixote-Serie kommen Alentours, von Belin de Fontenay, erstmals vor. Danach wurden sie in großem Umfang entwickelt und auch von anderen Manufakturen übernommen. Bekannte Beispiele sind Bildteppiche mit figürlichen Szenen nach Entwürfen von F. Boucher, mit Alentours entworfen von Maurice Jacques.

Alentours hatten verschiedene praktische Vorteile. Sie reduzierten die Kosten, da sie von künstlerisch weniger ausgebildeten Wirkern ausgeführt werden konnten. Darüber hinaus war man bei den Maßen flexibler, auch konnten die Wünsche der Auftraggeber nach bestimmten Inhalten und Formaten leichter berücksichtigt werden. © Königsdorfer Medienhaus, Frechen (René Zey)

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